Skip to content

Jahresrückblick 2011

30. Dezember 2011

Ein Jahr, vorbei. Vergleichbare Rückblicke kennen wir von 2010, 2009 und 2008.

Zugenommen oder abgenommen? Erst zugenommen, dann abgenommen, am Ende wieder ein bisschen zu. Jojo.
Haare länger oder kürzer? Alles in allem länger. Was vor allem daran liegt, dass meine geschätzte Friseurin Ayshe in meiner freien Zeit oft nicht konnte und ich entsprechend auf den Friseurbesuch ganz verzichtete.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Minimal kurzsichtiger. Für eine neue Brille langte es.
Mehr ausgegeben oder weniger? Alles in allem wohl ganz ähnlich.
Der hirnrissigste Plan? Eine neue Küche kaufen zu wollen. So hirnrissig, das wird uns noch die gesamte erste Hälfte von 2012 vermießen.
Die gefährlichste Unternehmung? Gefährlich? Hier? (Mit einer Großfähre über den Skagerrak zu schippern, zählt nicht wirklich, oder?)
Die teuerste Anschaffung? Eine Zahnkrone. Ach.
Das leckerste Essen? Im Restaurant Apples/Hyatt Hotel Hamburg. Eigentlich das gesamte Menü, großartig war aber schon alleine das geeiste Melonensüppchen als Amuse-Gueule.
Das beeindruckendste Buch? Christina Maria Landerl, Verlass die Stadt.
Der beste Comic? Kati Rickenbach, Jetzt kommt später.
Der berührendste Film? How I ended this summer, ganz großartiger russischer Psychothriller. Taiga-Einsamkeit, übersteigertes männliches Autoritätsgehabe, Eisbären, kaputte Natur – alles da.

Das beste Lied? Boy, „Little numbers“. (Luftiger Sommerfolkpop, gar nicht so unbedingt meine Musik, hier passt aber alles, nicht zuletzt das tolle Video. Und ein schönes Konzert spielten Boy ebenfalls.)

Die beste Platte? PJ Harvey, Let England shake. Folkbluespunk, längst nicht mehr so selbstquälerisch und introspektiv wie auf den vorangegeangenen CDs, sondern hasserfüllt, leidenschaftlich, politisch. (Ja, ich bin mittlerweile ein alter Mann, der nicht mehr dem neuesten Hype hinterherrennt, schon verstanden.)

Das schönste Konzert? Vorhersehbar, trotzdem toll: Ja, Panik im uebel & gefährlich, Hamburg. (Das Video ist nicht aus Hamburg, sondern aus dem Berliner HAU, aber immerhin von derselben Tour.)

Die schönste Theatererfahrung? “7 Schwestern” von She She Pop, ganz großartiges Erwachsenwerdtheater.
Die interessanteste Ausstellung? Gilbert & George, “Jack Freak Pictures” in den Hamburger Deichtorhallen. Eigentlich mag ich ja thematisch aufgebaute Geschichten mehr, hier stimmte aber alles.
Die meiste Zeit verbracht mit…? Wie schon im Vorjahr: meinen geschätzten Bürokolleginnen.
Die schönste Zeit verbracht mit…? Wie schon im Vorjahr: der schönen, klugen Frau.
Vorherrschendes Gefühl 2011? Trauer. Frust.
2011 zum ersten Mal getan? Einen kleinen Hund ins Herz geschlossen.
2010 nach langer Zeit wieder getan? Jemandem die Pistole auf die Brust gesetzt und eine grundsätzliche Entscheidung abverlangt.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Die Erfahrung, dass Religion nicht einmal theoretisch ein Trost sein kann. Was hilft es, sich einzureden, dass alles einen höheren Sinn haben soll? Was soll denn da für ein Sinn drin liegen, wenn es am Ende dennoch einen der liebsten, freundlichsten und sympathischsten Menschen überhaupt trifft, ganz gnadenlos? Und diese Erfahrung überschattet alles andere, hätte ich auf diese Erfahrung verzichten dürfen, dann hätte ich den gesamten Rest mit Freuden in Kauf genommen.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? So geht das nicht weiter, wir müssen ein neues Modell finden.
2011 war mit einem Wort…? A. beschrieb 2010 als stinkenden Hund. Ich beschreibe 2011 als stinkenden Hund ohne Charakter, der auch nichtmal süß ist. Sondern Würmer hat.

Edit: Im näheren Umfeld schauten schon Kommander Kaufmann zurück, Mark, der eine von den Post Artcore-Jungs und auch der andere. Außerdem Anke Gröner und Don Dahlmann.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: