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Jahresrückblick 2010

30. Dezember 2010

Jünger werden wir auf jeden Fall nicht: Schon wieder ein Jahresrückblick, angelehnt an die Blicke 2009 beziehungsweise 2008, mit leichten Modifikationen, entsprechend den Veränderungen, die die Bandschublade durchgemacht hat.

Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen. Ein bisschen.
Haare länger oder kürzer? Gleich geblieben. So alt bin ich noch nicht, dass da schon ein deutlich sichtbarer Schwund einsetzen würde.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Auch nix neues. Mein Gott: Da verändert sich ja überhaupt nichts.
Mehr ausgegeben oder weniger? Im Vorjahr bin ich umgezogen, soviel wie 2009 konnte ich 2010 gar nicht ausgeben.
Der hirnrissigste Plan? Vegetarier werden zu wollen.
Die gefährlichste Unternehmung? Das wilde und gefährliche Leben ist auch noch nicht wiedergekommen.
Die teuerste Anschaffung? Der Kleiderschrank.
Das leckerste Essen? Im Königlichen Jagdhaus/Ess-Atelier Strauss in Oberstdorf, Flugentenbrust in Sesam-Honig-Kruste an Cranberry-Rotkohl und Spekulatiusknödeln.
Das beeindruckendste Buch? Lola Arias, Liebe ist ein Heckenschütze. (Hier meine kulturnews-Rezension)
Der berührendste Film? Breaking Bad. Okay, das ist kein Film, sondern eine Fernsehserie. Aber vielleicht haben Fernsehserien ja mittlerweile den Film als Kunstform abgelöst? Weil Serien sich die Zeit nehmen können, Charaktere langsam zu entwickeln, in ihrer Widersprüchlichkeit, ohne von vornherein in Gut-Böse-Schemata zu verfallen? Und weil „Breaking Bad“ es auch noch schafft, einen Helden zu etablieren, der diametral gegen den widerwärtig formatierten Werbeagentur-Mainstream der Nullerjahre angelegt ist, einen 50-jährigen Chemielehrer in der US-Provinz, mit schwangerer Frau, behindertem Sohn und Lungenkrebs? Der sich im Laufe der Serie auch noch als richtig miese Type entpuppt? Großartig. Aber okay, die Frage war nach einem berührenden Film, und ich will nicht den Eindruck erwecken, im Kino hätte es nur Schrott gegeben. Ich wähle: „Im Schatten“ von Thomas Arslan, von wegen spannend, reduziert, guter Schauspielerleistung und so. Berliner Schule halt.
Das beste Lied? Jens Friebe, „Charles de Gaulle“.

Die beste Platte? Janelle Monáe, The ArchAndroid. Obwohl (oder weil) das Konzert nicht so atemberaubend war ganz großartig eklektizistischer Funkrockpopsoulhop.
Das schönste Konzert? Eine ganz kleine aber umso schönere Hütte: Klez.e in der Prinzenbar, Hamburg.
Die schönste Theatererfahrung? „Life and Times, Episode One“ als Koproduktion von Nature Theatre of Oklahoma (New York) und Wiener Burgtheater. Ich hoffe, mein Beitrag war damals deutlich genug.
Die interessanteste Ausstellung? Cosima von Bonins „The Fatigue Empire“ im Kunsthaus Bregenz. So gut, dass mir die Worte wegblieben.
Die meiste Zeit verbracht mit…? Wie schon im Vorjahr: meinen geschätzten Bürokolleginnen.
Die schönste Zeit verbracht mit…? Wie schon im Vorjahr: der schönen, klugen Frau.
Vorherrschendes Gefühl 2010? Angst. Erkläre ich bei Gelegenheit.
2010 zum ersten Mal getan? Oh mein Gott: Ich fürchte, ich habe rein gar nichts zum ersten Mal getan!
2010 nach langer Zeit wieder getan? Ein Fußballspiel besucht.
Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Etwas sehr Privates, von dem diejenigen, die es angeht, sicher wissen, was ich meine. Ein ökonomisches Durcheinander. Und eine Bahnfahrt im überfüllten ICE, am 23. Dezember, von Hamburg bis Frankfurt ohne Reservierung und dementsprechend ohne Sitzplatz. Gut, letzterer Punkt ist lächerlich, im Vergleich.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Hat mit dem Beruf zu tun.
2010 war mit einem Wort…? War da was? 2011 wird besser. Kann gar nicht anders.

Edit: Don Dahlmann blickt auch schon zurück. Anke Gröner auch.
Edit 2: Kommander Kaufmann mittlerweile auch.

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