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Nazi-Vampire auf Lesbos

22. Oktober 2011

Geträumt: Ich bin zur Pressevorführung eines Fernsehfilms eingeladen. Der mdr hat Imageprobleme und sich deswegen mit einem griechischen Fernsehsender zusammengetan, auch der griechische Ruf ist ramponiert, also will man gemeinsam einen Film produzieren. Man engagiert Doris Dörrie, die zusammen mit einem griechischen Regisseur (der während des gesamten Traums nicht auftaucht) dreht: ein Remake des B-Horror-Movies „Nazi-Vampire auf Lesbos“.
Die Pressevorführung findet auf einer Insel im Mittelmeer statt, in einem Luxushotel. Der Film ist ein Monumentalwerk, mehrere Folgen, die im Verlauf einiger Tage gezeigt werden, zwischendrin gibt es Fingerfood und mehrere umfangreiche Menüs, von denen ich detailliert träume. Außerdem sind auch Politiker und schwer bewaffnete Militärs anwesend, weshalb auch immer. „Nazi-Vampire auf Lesbos“ ist nicht nur monumental, der Film ist auch unvorstellbar langweilig, kein echter Trash, sondern Mainstream, der sich bemüht, Trash zu sein. Kein Wunder, bei dieser Regisseurin, denke ich und lächle Frau Dörrie zu, die sich eine Portion Krabbenschwänze vom Buffet holt.
Währenddessen tauchen am kleinen Hafen der Insel echte Vampire auf. Die Fischer nämlich führen Übles im Schilde, sie holen keine Fische aus der Ägäis, sondern Vampire, Zombies, andere Monster. Sie angeln nach ihnen mit lebenden Ködern, das heißt, sie nehmen Skipper gefangen, die an der Insel anlanden, und ziehen deren Körper mit Schnellbooten durchs Mittelmeer, Bikinimädchen meist, die über kurz oder lang übelst zerfleischt werden. Was die Fischer mit den gefangenen Monstern machen, träume ich nicht, egal, sie kommen auf jeden Fall an Land und dezimieren zunächst das Fischerdorf, dann die Presse- und Filmmeute, Doris Dörrie wird als erste gemeuchelt. Dann wache ich auf.

Film im Film im Traum, nicht unkompliziert verschachtelt, aber mit halbwegs postmodernem Rüstzeug problemlos durchschaubar. Möchte jemand die Filmrechte? (Ganz toll fände ich es, wäre Doris Dörrie selbstironisch genug, sich selbst zu spielen.)

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